Brooks Ghost 11 im Test

Wir schauen uns heute den Brooks Ghost 11 im Detail an und finden heraus, ob sich dieser Laufschuh in den letzten Jahren entwickelt hat.

Die langjährigen Leser wissen, dass wir den Ghost bereits einmal getestet haben. Vor einigen Jahren haben wir uns den Ghost 6 angeschaut und waren damals von diesem neutralen Laufschuhmodell sehr angetan.

Den damaligen Testbericht findet ihr, wie immer, unten im Beitrag.

Was den Ghost 11 angeht, sind wir jedenfalls sehr gespannt, ob er würdig in die Fußstapfen seines „Urgroßvaters“ treten kann. 🙂

Brooks Ghost 11 Testbericht

Der Ghost 11 ist und bleibt ein Verkaufsschlager von Brooks. Folglich halten sich auch Neuerungen deutlich in Grenzen.


 

Was hat sich im Vergleich zum Vorgängermodell geändert?

Dieses Kapitel fällt beim Ghost gewohnt kurz aus, denn richtig viel geändert wurde es bei diesem Laufschuhmodell noch nie. 🙂

Der größte Unterschied zwischen Ghost 11 und den Vorgängermodellen ist das Obermaterial. Der aktuelle 3D-Print ist leicht und atmungsaktiv. Das war selbst beim Vorjahresmodell (Ghost 10) noch nicht gänzlich der Fall, denn sein Obermaterial hatte übereinander liegende Schichten und war demnach stellenweise deutlich dichter.

Brooks Ghost 11 Test

Der Ghost 11 trumpft vor allem mit seinem 3D-Upper auf.

Der von uns damals ausführlich getestete Ghost 6 ist mit dem aktuellen Modell gar nicht vergleichbar, was das Obermaterial angeht. Da jagte ein Overlay buchstäblich den anderen, was den Schuh deutlich klobiger und auch schwerer machte.

Sonst halten sich die Überarbeitungen wirklich in Grenzen. Brooks kann sich bei einem solchen Verkaufsschlager wie Ghost nämlich auch keine größeren Abweichungen vom Standard leisten. 🙂

 

Was ist das Besondere am Brooks Ghost 11?

Um herauszufinden, wie sich das Dämpfungskonzept des Ghost 11 anfühlt, haben wir diesen Laufschuh mal mit dem höherwertigen neutralen Referenz Brooks Glycerin verglichen.

Obwohl Glycerin auf höherwertige Materialien setzt und beispielsweise eine durchgehende DNA Loft Zwischensohle hat (beim Ghost ist es nur der Crash Pad im Fersenbereich aus diesem Schaumstoff), fühlt sich Ghost beim Laufen weicher und besser gedämpft an.

Interessanterweise stuft der Hersteller selbst das DNA Loft Material weicher ein als den BioMoGo Schaumstoff. Dem können wir uns leider nicht anschließen. DNA Loft ist aus unserer Sicht spürbar fester und auch schwerer als BioMoGo. Folglich fällt der Brooks Glycerin auch etwas fester und schwerer als der Ghost.

Brooks Ghost 11 Test

Von hinten sieht man deutlich den Crash Pad als festerem DNA Loft Schaumstoff – fast schon ein Markenzeichen von Ghost.

Ghost war eben schon immer ein Allrounder und der absolute Bestseller-Modell von Brooks. Auch in der 11. Ausgabe bestätigt er sein Profil und die in ihn gesteckten Erwartungen. Er ist und bleibt definitiv einer der besten Neutrallaufschuhe, die wir jemals getestet haben.

 

Fazit: Für welche Zwecke eignet sich der Brooks Ghost 11?

Der Ghost 11 bleibt ein Allrounder, einsetzbar sowohl bei jeglichen Distanzen als auch durchaus im Gelände bei Trailläufen.

Brooks Ghost 11 Test

Die Aussensohle aus Gummi haftet auf allen Untergrundarten und unterstreicht das vielseitige Profil des Ghost 11.

Nur bei höheren Tempoeinheiten muss der Ghost irgendwann gewichtstechnisch passen. Dafür gibt es dann bessere Kandidaten. 🙂

An Alternativen für den Ghost 11 mangelt es nicht, schließlich befindet er sich mittendrin im umkämpften Neutralläufer-Segment.

Wir würden vor allem den Asics Cumulus und Mizuno Rider als gute Vergleichsmodelle sehen, da sie beide Neutralität mit ordentlicher Dämpfung vereinen.

Alternativ kämen auch der Nike Pegasus und der Saucony Ride ISO in Betracht, die ebenfalls einem ähnlichen Grundkonzept folgen.


Brooks Ghost 11 Erfahrungen



Hast du auch Erfahrungen mit Brooks Ghost? Wir würden uns sehr über dein Feedback freuen!

Unseren Review des Brooks Ghost 6 findest du hier:

Brooks Ghost 6 Testbericht

Mit dem Brooks Ghost 6 hat der Hersteller es geschafft, zum wiederholten Mal eine Universalwaffe im Segment der neutralen Laufschuhe zu bauen. Große Worte, wirst Du bestimmt sagen. Ich erkläre dir, warum ich bei diesem Schuh solche Worte verwende.

Brooks Ghost 6 Test

Blick von der Seite: Flexible Sohle dämpft durch Gel-Einsätze besser als je zuvor

Schon seine Vorgänger, Ghost 4 und Ghost 5, waren unter den Besten ihrer Klasse und haben viele Awards eingeheimst. Wie kommt‘s eigentlich?

Der Schlüssel für den Erfolg liegt wohl in der Beständigkeit.

Bei der Ghost-Reihe war Brooks nämlich stets der Meinung, dass man einen Gewinner nicht wesentlich verändern darf. Deshalb wurden die Modelle nur punktuell modifiziert, so dass die Fangemeinde nicht mit Neuerungen überrascht oder gar davon enttäuscht war.

Bei der Modifizierung der Ghost-Reihe ist stets ein neutraler Joggingschuh herausgekommen, der ohne HighTech-Sohle oder sonstigen technischen Schnickschnack auskommt und dennoch Top-Eigenschaften besitzt.

So war es auch mit dem Brooks Ghost 6.

 

Warum ist Brooks Ghost 6 einer der besten Neutralschuhe in unserem Test?

Zunächst klären wir, welche Neuerungen den Ghost 6 von seinen Vorgängern unterscheiden.

Brooks hat bei dem Ghost 6 die Mittelfußbrücke weggelassen, um den Schuh flexibler und dynamischer zu machen. Dabei wird die Dämpfung keinesfalls vernachlässigt: der überarbeitete segmentierte Sohlenaufbau im Fersenbereich (der sogenannte Caterpillar Crash Pad) sorgt nämlich für die Landung im richtigen Spot. Das verbessert das Abrollverhalten, verringert die Muskelermüdung und beugt Verletzungen vor (zum Beispiel durch das Umknicken beim Laufen).

Brooks Ghost 6 Test

Die überarbeitete Sohle ist noch flexibler geworden.

Nebenbei gemerkt, ist der Schuh dadurch auch noch leichter geworden, im Vergleich zu seinen Vorgängern.

Durch seine verbesserte Dämpfung kann der Brooks Ghost 6 daher sowohl auf Asphalt als auch auf unbefestigten Wegen zum Einsatz kommen. Auch wenn der Schuh mit 337 Gramm (US11) immer noch kein Leichtgewicht ist, ist er aufgrund seiner Dynamik und Flexibilität auch für längere Distanzen geeignet.

Auch wenn ich den Begriff eierlegende Wollmilchsau nur ungerne verwende, würde ich von allen Joggingschuhen dem Brooks Ghost 6 wohl am ehesten diese Bezeichnung geben.

 

Der Nachfolger ist da:
Ist Brooks Ghost 7 besser als Ghost 6?

Beim Ghost 7 ist Brooks im Großen und Ganzen seiner Ghost-Linie treu geblieben. So lautete die Devise: so wenig Änderungen wie möglich.

Brooks Ghost 6 Test

Brooks Ghost 7: Beim neuen Modell wurde in alter Tradition nicht viel geändert.

Verglichen mit dem Vorgänger, hat der Ghost 7 allerdings dennoch eine wesentliche Neuerung: Während beim Ghost 6 die Zwischensohle aus BioMoGo Mischung mit DNA Gel-Inlays verwendet wurde, hat der Ghost 7 nur noch eine einheitliche BioMoGo Plattform – also keine Gel-Inlays mehr.

Mit einfachen Worten ausgedrückt: da, wo beim Ghost 6 eine Schaumsohle mit Gel war, ist beim Ghost 7 nur noch Schaum, ohne Gel-Pads.

Ob dadurch die Dämpfung des Ghost 7 besser geworden ist als beim Vorgänger, muss jeder für sich selbst herausfinden. Das neue Ghost-Modell ist jedenfalls etwas leichter und der Style wurde etwas aufgefrischt. Es hat sich also im Grunde genommen nicht so viel geändert.

Deshalb würde ich auch zu den günstigeren Brooks Ghost 6 raten. Der Aufpreis des Ghost 7 ist in meinen Augen nämlich nicht gerechtfertigt.


Brooks Ghost 6 Testbericht


Drei mögliche Alternativen zum Brooks Ghost:


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